Dieser Winter nimmt derzeit den gleichen Verlauf, wie der letzte. Kein Schnee und Temperaturen, die mehr an Frühling erinnern denn an die kalte Jahreszeit. Obwohl ich ein absoluter Sommermensch bin und mit heißen Temperaturen besser umgehen kann, als mit kalten, macht mich die Entwicklung doch nachdenklich.
Vor zwei Tagen war ich in Stockholm und hatte die Gelegenheit ein wenig durch die Stadt zu wandern, geführt von einem Kollegen, der sich dankenswerterweise die Zeit nahm, mir einige Sehenswürdigkeiten zu zeigen.
Stockholm ist eine außergewöhnlich schöne Stadt, aber mir fiel auf, dass selbst dort kein Schnee lag. Wie sich herausstellte, ist der Winter auch in Stockholm einer der mildesten seit es Wetteraufzeichnungen gibt, und obwohl Schweden deutlich weiter nördlich liegt, als Deutschland, ist es immer noch ein paar Grad über Null und damit warm genug, dass sämtlicher Schnee, so er denn gefallen ist, wegschmilzt.
Wer immer noch behauptet, die Klimaveränderung sei ein Phänomen der nächsten Jahrzehnte, sollte sich die Wetteraufzeichnungen der letzten Jahre zu Gemüte führen, denn diese zeigen eindeutig, dass wir uns bereits inmitten der globalen Erwärmung befinden. Dass angesichts dieser nicht von der Hand zu weisenden Fakten einige Staaten noch immer darauf beharren, den Klimaschutz weitestgehend zu ignorieren, stimmt mich ärgerlich.
Wir haben nur eine Erde und wenn die erstmal ruiniert ist, gibt es keinen anderen Platz zum Leben. Leider ist der Mensch an sich zu egoistisch, als dass ich an eine Wende glaube.
Samstag, 9. Februar 2008
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