Samstag, 9. Februar 2008

Klimaveränderung?!

Dieser Winter nimmt derzeit den gleichen Verlauf, wie der letzte. Kein Schnee und Temperaturen, die mehr an Frühling erinnern denn an die kalte Jahreszeit. Obwohl ich ein absoluter Sommermensch bin und mit heißen Temperaturen besser umgehen kann, als mit kalten, macht mich die Entwicklung doch nachdenklich.

Vor zwei Tagen war ich in Stockholm und hatte die Gelegenheit ein wenig durch die Stadt zu wandern, geführt von einem Kollegen, der sich dankenswerterweise die Zeit nahm, mir einige Sehenswürdigkeiten zu zeigen.

Stockholm ist eine außergewöhnlich schöne Stadt, aber mir fiel auf, dass selbst dort kein Schnee lag. Wie sich herausstellte, ist der Winter auch in Stockholm einer der mildesten seit es Wetteraufzeichnungen gibt, und obwohl Schweden deutlich weiter nördlich liegt, als Deutschland, ist es immer noch ein paar Grad über Null und damit warm genug, dass sämtlicher Schnee, so er denn gefallen ist, wegschmilzt.

Wer immer noch behauptet, die Klimaveränderung sei ein Phänomen der nächsten Jahrzehnte, sollte sich die Wetteraufzeichnungen der letzten Jahre zu Gemüte führen, denn diese zeigen eindeutig, dass wir uns bereits inmitten der globalen Erwärmung befinden. Dass angesichts dieser nicht von der Hand zu weisenden Fakten einige Staaten noch immer darauf beharren, den Klimaschutz weitestgehend zu ignorieren, stimmt mich ärgerlich.

Wir haben nur eine Erde und wenn die erstmal ruiniert ist, gibt es keinen anderen Platz zum Leben. Leider ist der Mensch an sich zu egoistisch, als dass ich an eine Wende glaube.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Brauchen wir Götter?

Leider gehört es seit längerem zu den täglichen Nachrichten, dass irgendwo auf der Welt ein Konflikt religiösen Ursprungs stattfindet. Sei es die Diskussion über das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten, einem Sprengstoffattentat oder Flugzeugen, die in Hochhäuser rasen. Man fragt sich warum.

Alle, die wie ich in der Schule das Reich der Griechen und der Römer in nahezu unendlicher Tiefe lernen mussten wissen, dass diese Kulturen eine Vielzahl Götter hatten. Für Krieg, Landwirtschaft, Liebe und alles was man sich vorstellen kann.

Wie kamen Griechen und Römer nur auf die Idee, dass es so viele Götter geben könne? Nun, sie wussten es nicht besser. War ja auch ein paar Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung (ich verwende hier absichtlich nicht „vor Christi Geburt“).

Heutzutage ist allgemein anerkannt, dass diese Vorstellung nicht richtig war. Warum eigentlich nicht? Wer kann bezeugen, dass es diese Götter nicht doch gibt? Die Vorstellung eines Olymps ist mir jedenfalls deutlich näher als die Bibel oder der Koran, der immer noch auf meinem Nachttisch liegt. Nicht, weil ich in irgendeiner Form daran glauben würde, sondern als Versuch die uns so fremde Religion besser zu verstehen. Es ist aber keine leichte Lektüre.

Wenn wir also nicht beweisen können, dass es die Götter der griechischen und römischen Antike nicht gibt, dann steht es jedem frei daran zu glauben oder nicht. Nur würde wohl jeder ausgelacht, der sich öffentlich dazu bekennt und Tempel für einen Kriegsgott baut.

Auf der anderen Seite bauen Menschen wie verrückt Kirchen und Moscheen und werden dafür nicht ausgelacht. Die Existenz des einen Gottes, über den wir heutzutage reden, scheint nicht in Frage gestellt zu werden. Leider gibt es verschiedene Ansichten darüber, wie er was gemeint hat und wer sein wahrer Prophet war. Dies führt zu gewissen Spannungen zwischen Christen und Moslems, die jedem geläufig sein sollten.

Wo ist nun der große Unterschied zwischen dem Christentum, Islam und dem Judentum? Alle glauben an Gott und verwenden größtenteils die gleichen Figuren, ordnen diesen jedoch unterschiedliche Bedeutungen zu. Und vor allem: das Christentum, genauer gesagt die katholische Kirche, hat ihren Kreuzzug bereits abgeschlossen. Mit allem was dazu gehört: Unterdrückung fremder Völker, Folter, Hinrichtungen, Scheiterhaufen und so weiter. Nicht gerade eine rühmliche Vergangenheit. Zumindest hat sich die „Kirche“ mittlerweile dazu bekannt und es ist unwahrscheinlich, dass es sich wiederholt. Der Islam hingegen hat diesen Kreuzzug noch nicht geführt. Es scheint jedoch so, als würde er gerade beginnen. Das ist an sich nichts Verwerfliches, passt aber nicht in die heutige Zeit.

Kommen wir einen Augenblick auf die Evolution der Götter zurück, dann wage ich die folgende Prognose:

6.000 AD – 0: Viele Götter für alles
0 – 2500: Ein Gott
Nach 2500: Die Menschheit sieht ein, dass es keinen Gott gibt

Nüchtern betrachtet ist die Sache wirklich einfach. Immer dann, wenn sich die Menscheit gewisse Phänomene nicht erklären kann, erschafft sie sich etwas Übersinnliches: Gott. Oder mehrere Götter. War vor ein paar Jahrhunderten eine Sonnenfinsternis noch ein untrügliches Zeichen dafür, dass Gott/Götter die Menschen bestrafen wollten, so sind wir mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt, dass sich lediglich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt. Nicht ganz so spektakulär wie ein Gott, aber plausibel und schön anzusehen. Wir wissen mittlerweile auch, dass die am Nil angrenzenden Landschaften nicht dadurch fruchtbarer werden, dass man Göttern Opfer bringt. Man nennt es technologischen Fortschritt und dieser Fortschritt verdrängt die Götter immer weiter aus dem täglichen Leben.

Nehmen wir also an, dass die Götter der Griechen und Römer nur deshalb existierten, weil sie sich gewisse Naturphänomene nicht erklären konnten, dann macht es Sinn, dass diese Götter der Vergangenheit angehören. Ist auch allgemein so akzeptiert.

Die Berechtigung des heutigen Gottes besteht darin, dass es immer noch genug Bereiche gibt, die unerforscht bzw. nicht komplett erforscht sind. Zum Beispiel das Universum: Forscher können es ziemlich genau bis auf einen Bruchteil einer Sekunde nach dem Urknall zurück verfolgen. Was davor passierte weiß keiner so genau, und wodurch der Urknall ausgelöst wurde und was davor war wissen wir auch nicht. Wenn ich an einen Gott glauben müsste, dann an einen, der das uns bekannte Universum initiiert hat. Aber bestimmt nicht an einen, der im Himmel wohnt, die Erde geformt hat und Adam und Eva erschuf.

Die Menschheit hat sicherlich erst einen Bruchteil von dem erforscht, was es zu erforschen gibt. Aber selbst mit dieser großen Unwissenheit sollten Götter so langsam ad acta gelegt werden. Es könnte einige Kriege der Zukunft vermeiden.

Dienstag, 5. Februar 2008

Super Tuesday

Ich drücke Barack Obama bei den heutigen Vorwahlen ganz fest die Daumen und hoffe darüber hinaus, dass er der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird. Obama versprüht von allen Kandidaten, egal ob Republikaner oder Demokrat, die meiste Energie. Und er wirkt am glaubhaftesten. Außerdem fände ich es toll mal einen Präsidenten zu sehen, der unter 60 Jahre alt ist und das ewige Wechselspiel zwischen Bush und Clinton kann ich auch nicht mehr sehen.

Amerika ist reif für eine Veränderung; zumindest beurteile ich das als Außenstehender so. Aber wahrscheinlich kommt es am Ende dazu, dass McCain Präsident wird. Der ist zwar 71 Jahre alt, aber dafür ein Mann und weiß dazu, ein nicht unwesentlicher Vorteil gegenüber den demokratischen Kandidaten. Aber heute sind ja nur die Vorwahlen.

Wahrscheinlich sitze ich heute Abend gebannt vor dem Fernseher und lasse die Ergebnisse auf mich einwirken. Vielleicht schaue ich es mir auch erst am nächsten Morgen an. Wie auch immer, ich hoffe dass die Bürger Amerikas klug genug sind, den richtigen Kandidaten zu wählen. Beides, eine Frau oder ein Schwarzer als Präsident, wäre eine Sensation, so dass der demokratische Kandidat auf jeden Fall polarisieren wird, wer auch immer letztlich das Rennen macht. Nur finde ich Hillary nicht besonders sympathisch und wegen Bush-Clinton-Bush-Clinton sowieso nicht wählbar. Obwohl Clinton sicher besser ist als Bush, aber das ist eine andere, hauptsächlich subjektive Sache. Bill Clinton war mir von den letzten drei Präsidenten der angenehmste, aber zu blöd seine Techtelmechtel geheim zu halten. Aber selbst das ist menschlich und machte ihn nicht zu einem schlechteren Präsidenten.

Was ich liebend gerne sehen würde ist ein Präsident, der den Nahost-Konflikt nicht nur halbherzig anpackt, gegen den Waffenlobbyismus vorgeht und den Klimaschutz ernst nimmt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. All das vermisse ich in Amerika und Obama ist der einzige unter den Kandidaten, dem ich zutraue etwas zu ändern.

Hello World!

Seit zwei Jahren habe ich ein eigenes Blog auf www.stunnware.com/crm2. Es dreht sich hauptsächlich um die Anwendungsentwicklung basierend auf dem Microsoft Dynamics CRM Server und ich habe eine Vielzahl Leser, die über den ganzen Erdball verstreut sind. Immer nur über die Arbeit zu schreiben ist jedoch auf Dauer langweilig. Außerdem tut es gut, hin und wieder mal einen Text in Deutsch zu verfassen.

So habe ich mich heute entschlossen ein neues Blog zu erstellen, und werde an dieser Stelle meine ganz persönlichen Ansichten zu den Themen dieser Welt kundtun. Wie sich der Inhalt entwickeln wird, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen, aber sicherlich wird er bei weitem nicht so technisch sein, wie in meinem anderen Blog.

Ob ich auch hier auch 50 oder mehr Posts pro Jahr komme, wird sich zeigen, aber zumindest wird es immer meine eigene Meinung widerspiegeln, womit auch der Titel dieses Blogs erklärt wäre.